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Preise

Was kostet ein Bus mit Fahrer pro Tag?

Einen bundesweiten Tagespreis gibt es nicht. Was du hier findest, ist die ehrliche Erklärung, wie ein Tagespreis entsteht — plus zwei Beispielrechnungen und eine grobe Spanne zur Orientierung.

In einer Minute zum Angebot

Vier Angaben genügen für den Start.

Du willst eine Zahl, und wir würden dir gern eine geben. Aber ein ehrlicher Tagespreis für einen Bus mit Fahrer lässt sich nicht nennen, bevor klar ist, was der Bus an dem Tag tun soll. Ein kurzer Ausflug ins Umland und eine Tour über 600 Kilometer sind derselbe Bus, aber nicht derselbe Preis — und beides „ein Tag“.

Busfahren.de ist ein Zusammenschluss vieler eigenständiger Busbetriebe — über 500 Fahrzeuge an rund 40 Standorten quer durch Deutschland, vom Kleinbus mit acht Sitzen bis zum Doppeldecker mit 90. Für deine Fahrt rechnet einer dieser Betriebe, meist der, dessen Betriebshof deinem Startort am nächsten liegt. Genau deshalb steht hier keine Preisliste: Jeder Betrieb kalkuliert mit seinen eigenen Fahrzeugen und seinem eigenen Hof. Eine Zahl, die für alle gälte, gibt es nicht.

Was du auf dieser Seite bekommst, ist der Blick hinter die Rechnung: woraus ein Tagespreis besteht, welche Spanne am Markt üblich ist, was ihn nach oben und unten schiebt — und wie zwei konkrete Fahrten ungefähr aussehen. Danach weißt du, was eine Anfrage lohnt und welche Angebote plausibel sind.

Die kurze, ehrliche Antwort: es kommt darauf an

Es gibt keinen Tagespreis, der überall gilt — wer dir einen nennt, ohne die Fahrt zu kennen, rät. Der Preis hängt an sechs Dingen: an der Strecke, an den gefahrenen Kilometern, an der Dauer des Tages, an der Fahrzeuggröße, an der Saison und an den Leerkilometern vom Betriebshof zu deinem Startort und zurück.

Ein Kleinbus, der morgens raus und abends zurück im Umkreis von 50 Kilometern fährt, kostet einen Bruchteil dessen, was ein voll besetzter Reisebus über 600 Kilometer an einem langen Tag kostet. Deshalb ist die erste ehrliche Antwort keine Zahl, sondern eine Frage: Wohin, wie weit, wie lang, wie viele?

Wie sich der Tagespreis zusammensetzt

Fast alle Betriebe rechnen aus zwei Bausteinen: einem Tagessatz und den Kilometern. Der Tagessatz deckt Fahrer, Fahrzeug und die Zeit, in der beide gebunden sind — er fällt auch an, wenn der Bus vor Ort wartet. Die Kilometer decken Sprit, Verschleiß und die Fahrleistung. Dazu kommen, je nach Fahrt, ein paar durchgereichte Posten.

  • Tagessatz — Fahrer und Fahrzeug für den Tag, unabhängig davon, ob gefahren oder gewartet wird.
  • Kilometer — alle gefahrenen Kilometer, oft inklusive der Leerfahrt vom Betriebshof zu dir und zurück.
  • Maut und Parken — auf Autobahnen und an Zielorten mit Busgebühr; meist durchgereicht, nicht pauschal im Tagessatz.
  • Spesen — nur bei Mehrtagesfahrten: Übernachtung und Verpflegung des Fahrers. Bei einer reinen Tagesfahrt fallen sie nicht an.

Grobe Spanne zur Orientierung — keine verbindliche Angabe

Damit du eine Größenordnung hast: Am Markt liegen Tagesfahrten je nach Fahrzeuggröße und Strecke grob zwischen etwa 500 und 1.500 Euro für den Tag; für große Reisebusse mit langem Tag geben Anbieter auch Spannen bis rund 1.300 Euro an, kurze Fahrten mit dem Kleinbus liegen deutlich darunter. Als Kilometerrichtwert kursieren grob 1,50 bis 3,00 Euro je Kilometer.

Das sind Anhaltspunkte, keine Preise. Busfahren.de nennt keine feste Zahl, für die es nicht geradestehen kann — den verbindlichen Festpreis macht der ausführende Betrieb, nachdem er deine konkrete Fahrt kennt. Dein Angebot kann darunter oder darüber liegen.

Zwei Beispielrechnungen — als Anschauung, nicht als Zusage

Damit die Bausteine greifbar werden, hier zwei erfundene Fahrten. Die Zahlen sind gerundet und dienen nur der Anschauung; dein echtes Angebot kann anders ausfallen.

  • Tagesausflug, Reisebus, rund 250 Kilometer hin und zurück, acht Stunden: Ein Tagessatz plus die Kilometer, dazu etwas Maut. Landet grob im Bereich von 800 bis 1.100 Euro — je nachdem, wie weit der nächste Betriebshof liegt.
  • Langer Tag, Reisebus, rund 550 Kilometer, elf Stunden vor Ort und zurück: Hier reicht die Lenkzeit eines Fahrers knapp oder nicht, ein zweiter kann nötig werden. Mit mehr Kilometern und gegebenenfalls zweitem Fahrer bewegt sich das grob Richtung 1.300 bis 1.800 Euro.
  • Was beide zeigt: Nicht „der Tag“ macht den Unterschied, sondern Kilometer, Stunden und ob ein zweiter Fahrer mitfahren muss.

Saison, Leerkilometer und der zweite Fahrer

Drei Dinge erklären die meisten Preisunterschiede zwischen zwei sonst ähnlichen Fahrten. Wer sie kennt, versteht sein Angebot besser — und kann an zweien davon sogar drehen.

  • Saison: Zwischen Mai und Juli sind fast alle Busse unterwegs — Klassenfahrten, Vereinsausflüge, Hochzeiten. Freie Fahrzeuge werden knapp, und Knappheit kostet. Ein Termin im Herbst oder Winter ist oft spürbar günstiger.
  • Leerkilometer: Der Bus startet nicht bei dir, sondern am Betriebshof. Die Fahrt dorthin und zurück wird meist mitberechnet, auch wenn niemand an Bord ist. Liegt der Betrieb weit weg, zahlst du diese Leerfahrt mit — deshalb suchen wir den nächstgelegenen.
  • Zweiter Fahrer: Ab grob 400 bis 450 Kilometern oder bei sehr langen Tagen greifen die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten. Dann muss ein zweiter Fahrer mit — das ist keine Willkür, sondern Vorschrift, und es schlägt sich im Preis nieder.

Was den Preis rauf- und runtertreibt

  • Rauf: Saison Mai bis Juli — dann fahren fast alle Busse, freie Fahrzeuge sind knapp und dadurch teurer.
  • Rauf: lange Anfahrt zum Startort — Leerkilometer vom Betriebshof zahlst du mit, auch wenn niemand an Bord ist.
  • Rauf: sehr lange Tage über acht bis neun Stunden — dann greifen Lenkzeitgrenzen, und ab etwa 400 bis 450 Kilometern braucht es einen zweiten Fahrer.
  • Runter: Fahrt im Umkreis des Betriebshofs, kurze Strecke, kleines Fahrzeug, Termin außerhalb der Hauptsaison.
  • Runter: früh und flexibel anfragen — je eher der Termin steht, desto eher ist ein günstig disponierbares Fahrzeug frei.

Zwei Rechenbeispiele mit Spannen — nur zur Orientierung

Die Beispiele oben waren beide Tagesfahrten. Damit du auch den Sprung zur Mehrtagesfahrt im Gefühl hast, hier zwei gerundete Fälle mit einer Spanne statt einer Zahl. Das ist ausdrücklich unverbindliche Orientierung — den Festpreis macht der ausführende Betrieb, nicht wir. Die Werte lehnen sich an Marktspannen an (Stand 2026) und können bei dir anders ausfallen.

  • 50 Personen, Tagesausflug regional: großer Reisebus, rund 200 Kilometer hin und zurück, gut acht Stunden. Ein Tagessatz, die Kilometer, etwas Maut und Busparkgebühr am Ziel. Als Orientierung grob 900 bis 1.400 Euro — je nachdem, wie nah der Betriebshof liegt und ob du in der Hochsaison fährst.
  • Mehrtagesfahrt, zwei Nächte, rund 700 Kilometer über drei Tage: drei Tagessätze statt einem, dazu die Kilometer, zwei Nächte Fahrerspesen und auf der langen Etappe womöglich ein zweiter Fahrer. Als Orientierung grob 3.000 bis 4.500 Euro. Der Aufschlag gegenüber dem Tagesausflug kommt fast nur von Nächten, Tagen und Kilometern, kaum vom Bus selbst.
  • Beide Zahlen sind kein Angebot. Sie zeigen die Größenordnung, damit du erkennst, ob ein Angebot plausibel ist — verlass dich für den echten Preis auf deine Anfrage.

Die neun Preisfaktoren einzeln erklärt

Oben stand, dass es „darauf ankommt“. Worauf genau, steht hier. Neun Dinge bestimmen, wo dein Tagespreis landet — manche kannst du beeinflussen, andere sind einfach so, wie die Fahrt eben ist.

  • Fahrzeuggröße: Der Kleinbus mit acht Sitzen verbraucht weniger, wiegt weniger und bindet weniger Fahrzeug als ein Doppeldecker mit 90. Buch nicht größer, als die Gruppe braucht — jeder leere Sitzblock kostet trotzdem mit.
  • Gefahrene Kilometer ab Betriebshof: Gezählt wird oft ab dem Hof, nicht ab deiner Haustür. Die Strecke von dort zu dir, deine Tour und der Rückweg — alles zusammen ergibt die Kilometer, über die sich Sprit und Verschleiß rechnen.
  • Dauer und Übernachtung: Ein Tag ist nicht gleich ein Tag. Acht Stunden binden Fahrer und Bus anders als vierzehn, und sobald eine Nacht dazwischenliegt, braucht der Fahrer ein Bett — das steht dann als Spesen in der Rechnung.
  • Saison: Zwischen Mai und Juli sind fast alle Busse gleichzeitig unterwegs. Klassenfahrten, Vereinsausflüge, Hochzeiten. Freie Fahrzeuge werden knapp, und Knappheit kostet. Derselbe Ausflug im November ist oft spürbar günstiger.
  • Leerkilometer: Der Bus startet am Hof, nicht bei dir. Diese leere Anfahrt und der leere Rückweg zählen meist mit, auch ohne einen Fahrgast an Bord. Liegt der Betrieb weit weg, zahlst du das mit — darum suchen wir den nächsten.
  • Maut und Parkgebühren: Autobahnmaut für Busse und die Busparkplätze an vielen Zielorten kommen dazu. Sie werden meist durchgereicht, nicht in den Tagessatz gepackt, damit du siehst, was echter Fremdposten ist und was Leistung des Betriebs.
  • Zweiter Fahrer: Ab grob 400 bis 450 Kilometern oder bei sehr langen Tagen reicht die erlaubte Lenkzeit eines Fahrers nicht mehr. Dann muss ein zweiter mit. Das ist Vorschrift, keine Willkür — und es ist der Posten, der eine lange Fahrt am deutlichsten hebt.
  • Sonderausstattung: Anhänger für viel Gepäck, Skibox, Bordküche, Rollstuhllift, WLAN — was über den normalen Reisebus hinausgeht, muss verfügbar sein und schlägt sich nieder. Frag es in der Anfrage ab, dann rechnet der Betrieb es gleich mit ein.
  • Kurzfristige Anfrage: Steht der Termin früh, findet die Disposition leichter ein günstig passendes Fahrzeug. Fragst du für übermorgen, ist die Auswahl kleiner und teurer — nicht aus Böswilligkeit, sondern weil kaum noch etwas frei ist.

Warum eine Anfrage besser ist als eine Preisliste

In der Kooperation fahren viele eigenständige Betriebe, jeder mit eigenem Hof, eigenen Fahrzeugen und eigener Kalkulation. Eine feste Preisliste würde so tun, als gäbe es einen Preis für alle. Den gibt es nicht.

Eine Anfrage ist deshalb kein Umweg, sondern der kürzeste Weg zum richtigen Preis. Wir suchen den Betrieb, der deinem Startort am nächsten liegt, das hält die Leerkilometer klein, und du bekommst einen Festpreis für genau deine Fahrt statt einer Zahl, die für irgendeine andere gilt. Die Anfrage kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

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