Bus für die Klassenfahrt mieten
Du organisierst die Klassenfahrt neben dem Unterricht. Es fährt der nächstgelegene Betrieb aus unserer Kooperation — einer, der weiß, wo an eurer Schule ein Bus überhaupt halten darf.
In einer Minute zum Angebot
Vier Angaben genügen für den Start.

Einen Bus für die Klassenfahrt zu buchen ist etwas anderes, als für sich selbst einen zu mieten. Du stehst gefühlt persönlich dafür gerade, dass dreißig Kinder pünktlich losfahren, unterwegs sicher sind und heil zurückkommen. Und das machst du zwischen zwei Doppelstunden, ohne Vergleichsangebote im Kopf.
Busfahren.de ist ein Zusammenschluss vieler eigenständiger Busunternehmen. Du fragst einmal an, sagst, was ihr braucht, und ein konzessionierter Betrieb aus eurer Gegend fährt die Strecke — zum Festpreis, mit einem Ansprechpartner und einer Rechnung. Kein Abtelefonieren von vierzig Nummern.
Am meisten Zeit kostet ohnehin nicht der Bus, sondern das Drumherum. Wer darf mit? Wie viele Begleitpersonen müssen dabei sein? Hält der Bus überhaupt vor der Schule? Und was ist, wenn die Rückfahrt sich verspätet, weil die Gruppe im Stau steht? Das Meiste davon lässt sich vorher klären, wenn du weißt, worauf zu achten ist.
Eins vorweg: Die verbindlichen Regeln für Schulfahrten stehen nicht bundesweit gleich an einer Stelle, sondern im Schulfahrten- oder Wandererlass deines Bundeslands. Was hier steht, ist der gemeinsame Kern. Die genaue Zahl der Begleitpersonen und die Genehmigungswege regelt jedes Land selbst.
Wie eine Klassenfahrt-Buchung typischerweise läuft
Du fragst mit den groben Eckdaten an: Zahl der Kinder, Begleitpersonen, Ziel, Termin, ein Tag oder mehrere. Dann meldet sich der nächstgelegene Betrieb aus der Kooperation zurück, der die Route kennt und einen Festpreis nennt.
Je näher es zur Fahrt geht, desto genauer werden die Details: Zustiegsort an der Schule, Abfahrtszeit, Zwischenstopps, bei mehrtägigen Fahrten auch die Standzeiten am Ziel. Du hast dafür eine Ansprechperson, keine Warteschleife.
Was du vorher klären solltest
Vier Dinge entscheiden über den passenden Bus, und alle vier gehören in die Anfrage. Dann muss niemand zweimal nachfragen.
- Personenzahl: Kinder plus alle Begleitpersonen, nicht nur die Klassenstärke.
- Gepäck: Tagesfahrt mit Rucksäcken oder mehrtägig mit Koffern und vielleicht Sportgeräten oder Instrumenten.
- Zeiten: Abfahrt, gewünschte Ankunft, bei mehrtägigen Fahrten die Tage dazwischen — Busse werden nach Verfügbarkeit vergeben.
- Zustieg und Stopps: Hält der Bus direkt an der Schule, oder braucht es einen Sammelpunkt, an dem ein Reisebus wenden und halten kann?
Aufsicht, Begleitpersonen und Genehmigung — das Rechtliche
Eine Klassenfahrt ist eine Schulveranstaltung. Sie wird nach den Vorgaben der Schulkonferenz vorbereitet und von der Schulleitung genehmigt; die Schulkonferenz setzt dabei in der Regel einen Kostenrahmen. Das ist die Bühne, auf der der Bus überhaupt erst gebucht wird.
Für die Aufsicht gilt länderübergreifend: Bei mehrtägigen Fahrten ist meist mehr als eine Aufsichtsperson dabei, mindestens eine davon eine Lehrkraft. Weitere geeignete Begleitpersonen — Eltern etwa oder volljährige Schülerinnen und Schüler — sind zulässig. Bei gemischten Gruppen wird für mehrtägige Fahrten oft je eine weibliche und eine männliche Begleitperson erwartet, und bei schwierigen Aufsichtsverhältnissen kommt eher noch jemand mit.
Die genaue Mindestzahl, die Regeln zur Ersten Hilfe und die Genehmigungswege stehen im Schulfahrten- oder Wandererlass deines Bundeslands, in NRW zum Beispiel in der BASS. Verlass dich nicht auf eine einzelne Zahl aus dem Netz, sondern auf den Erlass, der für deine Schule gilt.
Kinder im Bus richtig gesichert
Im großen Reisebus über 3,5 Tonnen gibt es keine gesetzliche Kindersitzpflicht. Kindersitze lassen sich an den dort üblichen Beckengurten ohnehin meist nicht sicher befestigen. Sind Gurte vorhanden, gilt aber die Gurtpflicht: Alle schnallen sich an. Manche Betriebe haben zusätzlich eigene Regeln, etwa für sehr kleine Kinder.
Anders im Kleinbus bis 3,5 Tonnen. Bei neu zugelassenen Fahrzeugen dieser Klasse sind Dreipunktgurte vorgeschrieben, und dann gilt die normale Kindersitzpflicht nach § 21 StVO: Kinder unter zwölf Jahren und kleiner als 150 cm brauchen eine Rückhalteeinrichtung. Für eine Grundschulklasse ist das der Unterschied zwischen Reisebus und Kleinbus, den du bei der Anfrage bedenken solltest.
Welcher Bus zur Klasse passt
Eine typische Klasse mit Begleitung landet beim Reisebus. Ab etwa 50 Fahrgästen wird ein großer Reisebus mit bis zu 90 Sitzen interessant, darunter reicht oft die Standardgröße. Für kleine Gruppen, Kurse oder eine halbe Klasse kommt auch ein Midi- oder Minibus in Frage.
Der Reisebus bringt zwei Dinge mit, die auf einer Fahrt zählen: Unterflur-Stauraum für Koffer und eine Toilette an Bord. Beides solltest du gezielt anfragen, wenn die Strecke lang ist oder viel Gepäck dabei.
Checkliste für die Anfrage
- Zahl der Kinder und der Begleitpersonen getrennt notiert
- Genehmigung durch die Schulleitung geklärt, Kostenrahmen bekannt
- Zustiegsort geprüft: Kann dort ein Reisebus halten und wenden?
- Gepäck realistisch geschätzt, Sonderfälle wie Ski oder Instrumente genannt
- Bei jungen Kindern: Reisebus oder gesicherter Kleinbus, vorher entschieden
- Rückfahrt mit Puffer geplant, eine erreichbare Handynummer für den Fahrtag
Was die Fahrt kostet — und was den Preis bewegt
Den Festpreis nennt der ausführende Betrieb in seinem Angebot; pauschal lässt sich das nicht seriös beziffern. Was den Preis bewegt, kannst du aber einschätzen: Strecke und Standzeit, ein oder mehrere Tage, der Termin im Jahr.
Der Termin ist der größte Hebel. Zwischen Mai und Juli fährt jeder Bus, weil dann fast alle Klassen unterwegs sind. Wer in diesen Wochen fahren will, fragt ein halbes Jahr vorher an, sonst sind die Betriebe ausgebucht.
Aus der Praxis
Der häufigste Stolperstein ist nicht der Bus, sondern der Halt an der Schule. Nicht überall darf ein zwölf Meter langer Reisebus vorfahren und wenden. Klär früh, ob es einen geeigneten Sammelpunkt braucht. Das spart am Fahrtag Nerven.
Und plan die Rückfahrt mit Luft. Eine Gruppe von dreißig Kindern ist nie so schnell wieder im Bus, wie du denkst. Eine halbe Stunde Puffer am Ziel kostet nichts und rettet den Zeitplan.
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